Der SV Wenzenbach schreibt Fußballgeschichte: Erstmals gelingt der Landesliga-Aufstieg
Auch im vierten und letzten Spiel der Relegation zur Landesliga landete der SV Wenzenbach (Landkreis Regensburg) einen Sieg. Nach dem 2:0 im Hinspiel gegen den SV Etzenricht ließ man am Samstag vor 523 Zuschauern in Etzenricht einen 3:0-Sieg folgen. Damit ist der SV Wenzenbach erstmals in der 1949 beginnenden Vereinshistorie in die Landesliga aufgestiegen.

Im Hinblick auf das Hinspiel am Mittwoch bekam diesmal Erti Berisha den Vorzug vor Thomas Amann. Ansonsten blieb die Startformation des SVW wie gehabt. Vor der Partie stürmte und regnete es wie aus Kübeln. Nach der 0:2-Hypothek aus dem Hinspiel musste Etzenricht natürlich offensiver auftreten als gewohnt. Ein Kopfball von Pasieka, der nach 14 Jahren sein letztes Spiel für den SVE bestritt, rauschte knapp am Tor von SVW-Keeper Stefan Glötzl vorbei (17.).
„In der Anfangsphase hatten wir einen Sturmlauf zu überstehen. Jedoch bekamen wir die Partie im Laufe der Spielzeit immer besser in den Griff. Mit einem Doppelschlag zogen wir schließlich Etzenricht den Zahn“, blickt Matthias Beier, der Sportliche Leiter des SV Wenzenbach, zurück. In Minute 35 war es Gabriel Novakovic, der nach einer Freitag-Ecke zum 1:0 einköpfte. Drei Minuten später erhöhte Stephan Sturm nach einer Vorlage seines wieselflinken Neffen Nico Sturm auf 2:0. Kurz vor der Pause vergab Nico Sturm noch das mögliche 3:0. Dies holte er aber in der 58. Spielminute nach.
„Die Partie war nun endgültig entschieden. Wir brachten das Spiel dann sauber über die Ziellinie“, freute sich Beier. Alexander Freitag (75./Pfosten) und Benedikt Frey (84.) hätten sogar noch erhöhen können. Somit steigt der SV Etzenricht direkt wieder ab und Wenzenbach durfte den ersten Landesliga-Aufstieg überhaupt feiern. Nun freut sich Matthias Beier auf die Herausforderungen auf Verbandsebene. „Wir konnten gegen einen ganz starken SV Eintracht Alesheim zweimal gewinnen, zudem gelangen uns zwei Siege gegen den bisherigen Landesligisten SV Etzenricht. Die Mannschaft hat sich den Aufstieg redlich verdient und hat gezeigt, dass sie mithalten kann.“
Abschied und Neuzugänge
Kommende Saison nicht mehr mit dabei sein werden Benjamin Berger (SV Schwandorf-Ettmannsdorf), Thomas Amann und Patrick Winter (beide SV Wenzenbach II) und Benedikt Frey. „Bei Patrick ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. Er ist ja erst 29. Vorsorglich haben wir ihn am letzten Spieltag nicht verabschiedet“, so Beier.Bereits als Neuzugänge vorgestellt wurden Roger Paul (23, FC Thalmassing) und Lukas Kaiser (28, FC Tegernheim). „Natürlich sind wir längst in der Planung, wollen und müssen den Kader punktuell verstärken und vergrößern.“ Nach dem Rücktritt von Trainer Günter Brandl kurz vor der Relegation befinden sich die Abteilungsleiter Stefan Scherr und Matthias Beier seit zwei Wochen natürlich auch auf der Suche nach einer adäquaten Nachfolgelösung. „Unser großer Dank gilt dem Interims-Trainerteam Maik Holzreiter, Dennis Pyka und Andreas Pegoretti, die unter extremen Druck vier Relegationserfolge eingefahren haben. Wir befinden uns aktuell in guten Gesprächen, denken in mehrere Richtungen und wollen nichts ausschließen“, so Beier, dem am Samstag erst einmal Verhandlungen mit seiner Frau bevorstanden. „Den Aufstieg wollen wir spontan auf Malle feiern! Und zwar von Sonntag bis Dienstag“, sagte er mit einem Schmunzeln nach dem Abpfiff. Wenn er wieder daheim ist, gilt die Kader- und Trainerplanung zu finalisieren.
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Fotos: Walter Keller/Catchthefever.de
